Antworten · Barrierefreiheit · Stand 06.10.2026
Welche Barrieren haben Websites am häufigsten?
Kurz gesagtFast jede Website hat welche: 95,9 % von einer Million untersuchten Startseiten zeigen maschinell erkennbare Verstöße gegen die WCAG, im Schnitt 56,1 Fehler je Seite1. Am häufigsten ist Text mit zu geringem Kontrast1.
Was die größte Messung zeigt
WebAIM prüft jedes Jahr eine Million Startseiten. 2026 hatten 95,9 % mindestens einen maschinell erkennbaren Fehler. Die Zahl der Fehler je Seite stieg gegenüber 2025 um 10,1 % auf 56,11.
Der häufigste Fehler
Text mit zu geringem Kontrast fand sich auf 83,9 % der Startseiten, im Jahr davor auf 79,1 %1. Das Minimum für normalen Text liegt bei 4,5:12.
Was eine Maschine findet und was nicht
Eine automatische Prüfung findet sicher, was sich berechnen oder zählen lässt: Kontraste, fehlende Bildbeschreibungen, Formularfelder ohne Beschriftung, Schaltflächen ohne Namen.
Ob eine Bildbeschreibung sinnvoll ist oder ob sich ein Formular mit der Tastatur gut bedienen lässt, prüft weiterhin ein Mensch.
Warum das Thema drängt
Seit dem 28. Juni 2025 gilt in Deutschland das Barrierefreiheitsstärkungsgesetz. Online-Shops müssen seitdem digitale Barrierefreiheit sicherstellen3. Kurz nach dem Start kursierten erste Abmahnungen4.
Ob Ihr Angebot unter das Gesetz fällt, klärt eine Rechtsberatung. Diese Seite ersetzt sie nicht.
Mehr dazu: WCAG 2.2: die Prüfpunkte
Quellen
- WebAIM: The WebAIM Million: webaim.org
- web.dev: Color and contrast accessibility: web.dev
- Eye-Able: BFSG und Abmahnungen: eye-able.com
- Xictron, mit Verweis auf KBM Legal: xictron.com
Jede Zahl auf dieser Seite stammt aus der daneben genannten Quelle und wurde am oben genannten Tag gelesen. Zahlen aus Studien beschreiben die untersuchte Stichprobe; sie sind keine Zusage für den Einzelfall.