Ratgeber · Stand 30. September 2026
ChatGPT-Anzeigen in Deutschland: Start, Kosten, Einrichtung
Seit Ende August können Firmen in Deutschland, Österreich und der Schweiz Anzeigen in ChatGPT schalten. Hier steht, wer sie sieht, was sie kosten, welche Branchen ausgeschlossen sind und wie Sie in sechs Schritten starten. Jede Angabe hat eine Quelle am Ende der Seite.
Seit wann gibt es Werbung in ChatGPT in Deutschland?
Seit dem 24. August 2026 zeigt ChatGPT in 31 europäischen Märkten Anzeigen: in allen 27 EU-Staaten sowie in Island, Liechtenstein, Norwegen und der Schweiz. Seit dem 31. August 2026 können Firmen aus diesen Märkten ihre Anzeigen selbst buchen, im Ads Manager unter ads.openai.com.
Wer sieht die Anzeigen?
Angemeldete Nutzer ab 18 Jahren mit den Tarifen Free und Go. Die Tarife Plus, Pro, Business, Enterprise und Edu bleiben werbefrei. Das Alter prüft OpenAI über die Kontoangaben und eine Altersschätzung.
Wie sieht eine Anzeige aus?
Eine als „Gesponsert“ gekennzeichnete Karte unter der Antwort, mit Titel, kurzem Text und Link. Welche Anzeige erscheint, hängt vom laufenden Gespräch ab, nicht von festen Suchwörtern. Ausgewertet werden der Gesprächszusammenhang, die ungefähre Region, Gerät und Sprache; auf Chatverlauf und Erinnerungen greift die Auswahl zum Start nicht zu. In Europa lässt sich nur nach Land eingrenzen, nicht nach Stadt oder Postleitzahl.
Was kostet Werbung in ChatGPT?
Es gibt keine feste Preisliste. Abgerechnet wird je Klick (CPC) oder je tausend Einblendungen (CPM); OpenAI empfiehlt als Startgebot drei bis fünf Dollar je Klick. In Euro-Konten wird ein Tagesbudget ab etwa 15 Euro genannt. Für einen Test über zwei bis vier Wochen rechnen Beobachter mit 200 bis 400 Euro Werbebudget.
Welche Branchen dürfen nicht werben?
Zum Start ausgeschlossen: Gesundheitsleistungen und Heilversprechen, Finanz- und Rechtsdienste, Alkohol und Tabak, Glücksspiel, Dating und sexuelle Inhalte sowie Politik. Finanz, Gesundheit und Recht öffnet OpenAI nach und nach im Einzelfall. Unabhängig vom Werbenden erscheinen keine Anzeigen neben Gesprächen über Gesundheit, psychische Gesundheit und Politik.
Kann eine Agentur das Konto für mich anlegen?
Nein. OpenAI lässt Agenturen kein Werbekonto für Kunden anlegen, und es gibt kein Verwaltungskonto wie bei Google Ads. Die Firma legt das Konto mit ihren eigenen Daten an, lässt es prüfen, hinterlegt die Zahlung und lädt die Agentur ein: als Admin, Member (verwaltet Kampagnen) oder Viewer (nur lesen).
Wie misst man, was eine Anzeige bringt?
Mit dem OpenAI Pixel auf der eigenen Website, der Conversions API und UTM-Parametern an den Links. Empfohlen wird, drei bis fünf Ereignisse zu messen, zum Beispiel Anfrage, Buchung und Kauf, und die Messung vor dem ersten Euro Budget einzurichten. OpenAI zeigt nur zusammengefasste Zahlen, keine einzelnen Gespräche.
In sechs Schritten zur ersten Kampagne
- Prüfen, ob Ihre Branche werben darf (siehe oben).
- Werbekonto unter ads.openai.com mit den Firmendaten anlegen und die Prüfung abschließen.
- Zahlungsmittel, Land und Währung hinterlegen.
- Messung einbauen: OpenAI Pixel oder Conversions API, dazu UTM-Parameter an jedem Link.
- Drei Anzeigen für die Fragen schreiben, bei denen Kunden Sie finden sollen, und eine passende Landeseite wählen.
- Tagesbudget ab 15 Euro setzen, zwei bis vier Wochen laufen lassen und dann nach Preis je Anfrage entscheiden.
Wenn Sie es nicht selbst machen wollen
Wir richten Ihre erste Kampagne ein, betreuen sie 14 Tage und legen Ihnen danach Einblendungen, Klicks, Preis je Klick und Anfragen vor. Festpreis, kein Abo; das Werbebudget zahlen Sie direkt an OpenAI. Zum ChatGPT-Anzeigen-Pilot
Quellen
- OpenAI: ChatGPT ads expands across Europe
- OpenAI: Ad policies
- OpenAI Help Center: Ads in ChatGPT
- Dataïads: ChatGPT Ads Manager in Europa
- Flisko: ChatGPT ads 2026, how a European business gets in
- ceaksan: Who can access ChatGPT Ads
Gelesen am 29. und 30. September 2026. OpenAI ändert Regeln und Verfügbarkeit laufend; maßgeblich sind die Seiten von OpenAI.